My Finance Coach Blog | 22.11.2017

Weihnachtsgeld

Manche Arbeitnehmer*Innen freuen sich im Jahr besonders auf Ende November – und zwar nicht nur wegen der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage, sondern auch, weil sie dann ein Extra-Gehalt bekommen.

Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland bekommt eine Jahressonderzahlung – im allgemeinen Sprachgebrauch auch oft Weihnachtsgeld genannt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Online-Befragung des Internetportals www.lohnspiegel.de, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird.

Aber nicht alle Beschäftigen haben die gleiche Chance auf den weihnachtlichen Geldsegen. Dabei fällt auf: Männer bekommen die Bonuszahlung viel öfter als Frauen. Außerdem gibt es ein erhebliches Gefälle zwischen West- und Ostdeutschland. Den größten Unterschied macht es aber , ob ein Unternehmen tarifgebunden ist oder nicht.

Grundsätzlich gilt: Niemand hat explizit einen Rechtsanspruch darauf. Doch oft ist er im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder anderen betrieblichen Vereinbarungen vorab geregelt.

Das heißt konkret: Ein jeder Arbeitgeber kann selbst entscheiden, ob er seinen Mitarbeitern Weihnachtsgeld zahlt oder nicht.

Dabei muss er jedoch beachten, dass er dies nicht willkürlich oder ungerecht, also zum Beispiel nur einem bestimmten Arbeitnehmer, ausbezahlt. Wer die Sonderzahlung gewährt, muss sie allen Beschäftigten im Unternehmen zahlen. Doch der Arbeitgeber kann das Weihnachtsgeld individuell anpassen und es unterschiedlich berechnen. Faktoren, die hier mit hineinspielen, können sein:

    • Dauer der Betriebszugehörigkeit
    • Anzahl der Kinder
    • Familienstand
    • Erreichen von Zielvorgaben

Gewerkschaften und Tarifverhandlungen

Gewerkschaften sind Organisationen, die sich für die berufspolitischen Belange ihrer Mitglieder einsetzen. So führen diese unter anderem Tarifverhandlungen mit den betroffenen Unternehmen und Betrieben.

Die Meinungen über den Einfluss der Gewerkschaften sind oftmals polarisierend. Laut einer Umfrage hielten 46 Prozent der befragten Personen die Macht der Gewerkschaften in Deutschland eher für zu klein. 43 Prozent waren der Meinung, dass die Macht eher zu groß sei.

Geposted von
Karin Paprotta
Nicht so meinsNützlich & HilfreichMega!
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