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Verrückt nach Computerspielen

by | Aug 22, 2018

Die Zahl der Deutschen, die Videogames spielen, liegt seit 2014 stabil bei über 34 Millionen. Sie sind einfach verrückt auf Computerspiele – zocken ist schon längst kein Randphänomen mehr.

Die Deutschen geben immer mehr Geld für Computerspiele und die dazugehörigen Geräte aus. Um 15 Prozent auf mehr als 3,3 Milliarden Euro ist der Markt nach einer Erhebung der GfK unter 25.000 Spielern im vergangenen Jahr gewachsen.

Immer beliebter werden offenbar sogenannte Mikrotransaktionen (In-App-Käufe) für virtuelle Güter. Meist zunächst kostenlose Spiele bieten Zusatzinhalte gegen Geld an, bestimmte Waffen, Charaktere oder andere Funktionen können sich die Fans dann hinzukaufen. Dieser Teilmarkt ist 2017 um 28 Prozent auf 844 Millionen Euro gewachsen.

Schwerer Stand für deutsche Spiele

Die Spieleindustrie boomt. Doch Entwickler in Deutschland profitieren nur wenig davon. Lediglich 5,4 Prozent des hierzulande mit Computer- und Videospielen (ohne Hardware, Gebühren für Online-Netzwerke und Hybrid Toys) erwirtschafteten Umsatzes entfallen auf deutsche Produktionen.

Der Games-Markt entwickelt sich bereits seit vielen Jahren so dynamisch wie kein anderer Medien- und Kulturbereich – sowohl weltweit als auch in Deutschland“, lässt sich Felix Falk, Geschäftsführer des Game, in einer Mitteilung zitieren. „Damit auch Spieleentwickler in Deutschland von der starken Marktentwicklung endlich profitieren, muss die Games-Förderung, nun schnellstmöglich umgesetzt werden“, fordert Falk. Diese Forderung ist nicht neu. Ende des letzten Jahres forderte die Computerspielbranche, dass ein Zuschuss von 50 Millionen Euro im Jahr nötig sei, um Wettbewerbsnachteile deutscher Entwicklerstudios gegenüber anderen Ländern auszugleichen.