My Finance Coach Blog | 12.10.2017

Treffpunkt der Leseratten

Gestern wurde in Frankfurt die weltgrößte Buchmesse mit Reden der Bundeskanzlerin und des Präsidenten des Ehrengastlandes Frankreich eröffnet. Auf der internationalen Fachmesse werden jährlich die neuesten Bücher sowie Multimedia- und Kommunikationsprodukte der Branche vorgestellt.

Bis einschließlich Freitag präsentieren sich die rund 7.100 Verlage und Publisher zunächst dem Fachpublikum. Samstag und Sonntag ist die Messe dann auch für alle anderen Buchenthusiasten zugänglich.

Werden heutzutage überhaupt noch Bücher gelesen?

Der Buchhandel hierzulande hat sich im vergangenen Jahr wieder leicht erholt. In den Vorjahren sank der Umsatz kontinuierlich, 2016 ging es erstmalig seit 2010 wieder etwas bergauf und lag laut Börsenverein des deutschen Buchhandels bei 9.276 Millionen Euro, wie die Grafik von zeigt.

Bücher in Deutschland

Lesen ist für viele in Deutschland ein Hobby. Jeder Vierte liest nahezu täglich. Das ergab eine Umfrage unter 22.000 Internetnutzern aus 17 Ländern. Weitere 25 Prozent sagten hierzulande, sie lesen mindestens wöchentlich, 18 Prozent lesen mindestens einmal im Monat.

Im Ländervergleich gehören die Deutschen damit allerdings sogar schon zu den weniger aktiven Lesern. Die größten Bücherwürmer leben dieser Umfrage in China, die wenigsten Leseratten gibt es in Südkorea.

 

Wo werden Bücher gekauft?

Der Umsatz, der in Ladengeschäften erzielt wird, liegt weiterhin über dem, der im Versandbuchhandel über das Internet erwirtschaftet wird.

Wie die Infografik zeigt, setzte der Internethandel mit etwa 1.690 Millionen Euro für 2016 etwa 2.700 Millionen Euro weniger um als der stationäre Buchhandel (4.390 Millionen Euro, ohne Warenhäuser und sonstige Verkaufsstellen).

Wie aus den Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hervorgeht, stieg der Gesamtumsatz beider Vertriebslinien zusammen in den vergangenen zehn Jahren nur leicht, von 5.990 auf 6.080 Millionen Euro.

Papier oder E-Book?

Eine vergleichsweise junge Publikationsform ist das E-Book. Eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt, dass es sich hierzulande immer noch nicht durchgesetzt hat. Für fast die Hälfte der Deutschen ist das E-Book keine ernstzunehmende Alternative – sie lesen weiterhin ausschließlich gedruckte Bücher.

Wie die Grafik zeigt, greifen jüngere Leser eher zum E-Reader als die Generation 65+, obwohl gerade ältere Leser von den Vorteilen des digitalen Lesens (verstellbare Schriftgröße, Beleuchtung, geringes Gewicht) profitieren könnten. Grund für den schleppenden Fortschritt von E-Books könnte vor allem der hohe Preis für digitale Bücher sein. Die Preise liegen in Deutschland häufig nur wenige Cents unter denen  der Printexemplare, weshalb viele Leser weiter zum physischen Produkt greifen.

Allerdings hängt das Leseverhalten auch vom Ort ab: Während viele Deutsche zuhause auf dem Sofa ein klassisches Buch in Papierform bevorzugen, greifen in öffentlichen Verkehrsmitteln einige Menschen zum E-Book. Unterwegs ist das digitale Buch für viele wohl doch praktischer als ein dicker Roman.

Liest du gern und suchst immer nach neuer Lektüre? Dann schau doch mal hier, ob für dich das passende dabei ist.

Geposted von
Karin Paprotta
Nicht so meinsNützlich & HilfreichMega!
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