My Finance Coach Blog | 24.11.2017

Spendenbilanz 2017

Mehr Geld – Weniger Spender: Das zeigt die GFK-Studie „Bilanz des Helfens“, die jährlich im Auftrag des Deutschen Spendenrats durchgeführt wird. Der wichtigste Spendenmonat –  traditionell der Dezember – steht vor der Tür. Zeit für einen Rückblick.

 

2017 haben die Deutschen tiefer in die Taschen gegriffen als im Vorjahr. Insgesamt spendeten sie in den ersten neun Monaten dieses Jahres rund 3,1 Milliarden Euro.  Das ist ein leichtes Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Durchschnittlich geben Spender 32 Euro pro Spendenakt und damit so viel wie im Vorjahr.  Rund 17 Millionen Menschen spendeten zwischen Januar und September Geld an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen. Das sind im Vergleich zu 2016 zwar 800.000 Menschen weniger, allerdings stieg die Spendenhäufigkeit von 5,5 auf 5,8 Spenden pro Spender.

Weniger Geld für Geflüchtete

Die GfK-Studie, zeigt außerdem: 285 Millionen Euro wurden für Geflüchtete (im In- und Ausland) gespendet, deutlich weniger als noch im Vorjahr. Auch wenn die Spendenhäufigkeit zunimmt, liegt das Gesamtvolumen für diesen Spendenzweck insgesamt 16 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Verstärkt wird dieser Effekt durch den Rückgang der Anzahl der Spender (minus 17 Prozent). Die Durchschnittspende mit 41 Euro beträgt  zwar mehr als der Durchschnitt.  Aber, auch hier ist ein Rückgang (minus 9 Prozent) zu beobachten.

Insgesamt spenden jüngere Menschen (bis 29 Jahre), aber auch die 30 bis 39-Jährigen, deutlich weniger Geld für Geflüchtete als noch im letzten Jahr. Während etwas über die Hälfte (53 Prozent) der Geldspenden in internationale Projekte fließen, gehen 47 Prozent an Projekte in Deutschland. Unterteilt man Letztere noch einmal in lokale und nationale Projekte, so zeigt sich, dass im Vergleich zum Vorjahr der Anteil „Spenden für lokale Projekte“ auf 37 Prozent gestiegen ist (plus acht Prozentpunkte).

Flüchtlingshilfe international

Die Vereinigten Staaten sind mit derzeit etwa 900 Millionen Dollar der größte Einzelspender des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR, gefolgt von der Europäischen Union mit etwa 415 Millionen Dollar.

Ein genaueres Bild des Spendenaufkommens ergibt sich durch die Aufschlüsselung pro Einwohner. Wie unsere Infografik zeigt, sehen die Vereinigten Staaten dann weitaus weniger spendabel aus, mit gerundet etwa 3 Dollar pro Einwohner. Laut UNHCR führt Luxemburg die Liste mit 16 Dollar pro Einwohner an. Deutschland zahlte 2017 insgesamt etwa 290 Millionen Dollar ein, umgerechnet vier Dollar pro Kopf.

Mehr Spenden für Katastrophenhilfe

Das Spendenvolumen stieg vor allem im Bereich der humanitären Hilfe, insbesondere für die Not- und Katastrophenhilfe. Rund 69 Millionen Euro wurden 2017 bislang für diesen Zweck gespendet, das ergibt ein Plus von 3,7 Prozent. Darunter fallen beispielsweise Spenden für die Katastrophen in der Welt, insbesondere „Hunger in Afrika“. Das Plus ist vorrangig auf neue Spender, das heißt Spender, die im letzten Jahr für diesen Zweck nicht gespendet haben, zurückzuführen.

Geposted von
Karin Paprotta
Nicht so meinsNützlich & HilfreichMega!
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