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Schüleraustausch

by | Aug 28, 2018

Jahr für Jahr brechen viele Tausend Schüler*innen zum Schüleraustausch, High School Year oder Auslandsjahr auf,  um ihre Sprachkenntnisse zu erweitern, eine neue Kultur, ein anderes Schulsystem kennenzulernen und um möglichst viele Erfahrungen für ihr weiteres Leben zu sammeln.

Meist sind diese Austauschprogramme mit dem Aufenthalt in einer Gastfamilie verbunden. Das bietet den Jugendlichen einzigartige Einblicke in eine andere Lebensweise und Kultur, in die sie als Familienmitglied auf Zeit hautnah eintauchen können.

Wer nimmt am Schüleraustausch teil?

Es ist ein deutliches Gefälle zwischen männlichen und weiblichen Teilnehmenden im Schüleraustausch festzustellen: etwa zwei Drittel aller Austauschschüler*innen sind Mädchen.

Entwicklung des Schüleraustausches

Eine Studie zeigt, dass Schüleraustauschprogramme mit rund 16.400 Teilnehmenden im Schuljahr 2016/2017 zwar weiterhin erfreulich beliebt sind.  Die Zahlen gehen jedoch im sechsten Jahr in Folge zurück.

Bundesweit nahmen rund zwei Prozent der Jugendlichen an einem Schüleraustausch teil. Beim Vergleich der Zahlen aller Teilnehmenden ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle feststellbar. Die norddeutschen Bundesländer verzeichnen generell eine hohe Beteiligung am Schüleraustauschprogramm, während in Süddeutschland vergleichsweise weniger Jugendliche mitmachen.

Kosten für ein einjähriges Schüleraustauschprogramm

Die Kosten für einen Schüleraustausch können je nach Gastland, Anbieter und Programmvariante erheblich variieren.

Australien:

– Länderwahl: 12.990 bis 21.500 Euro

– Regionenwahl: 19.080 bis 21.635 Euro

– Schulwahl: 19.270 bis 30.870 Euro

Kanada, englischsprachig:

– Länderwahl: 15.990 bis 16.700 Euro

– Schuldistriktwahl: 12.750 bis 18.150 Euro

– Schulwahl: 14.440 bis 18.750 Euro

Neuseeland:

– Länderwahl: 12.990 bis 18.790 Euro

– Schulwahl: 15.100 Euro bis 21.780 Euro

USA: 8.440 bis 19.600 Euro (J1-Visum)

Beliebteste Länder für den Schüleraustausch

Die Vereinigten Staaten sind traditionell das mit Abstand beliebteste Ziel bei deutschen Jugendlichen. Doch wie die Grafik auf Basis von Daten des Bildungsberatungsdienstes “weltweiser” zeigt, nimmt der Vorsprung vor anderen Ländern ab. Wählten im Schuljahr 2009/2010 noch 8170 Schüler die Staaten als Austauschland, waren es 2016/2017 nur noch 5728 – ein Rückgang von rund 30 Prozent. Die Entwicklung begann bereits Jahre vor dem Amtsantritt von Donald Trump. Dieser hätte laut Beobachtern die USA-skeptische Haltung vieler Eltern allerdings noch verstärkt – der Abwärtstrend bei den Austauschzahlen könnte also weitergehen. Für Kanada hingegen entschieden sich zuletzt immer mehr Schüler. Neuseeland und Australien schwächeln jedoch ebenfalls.