My Finance Coach Blog | 17.11.2017

Reiche werden immer reicher

Nach der globalen Finanzkrise ist das weltweite Vermögen in den zehn Jahren um ein Viertel gestiegen. Das zeigt die neue Studie der schweizerischen Großbank Credit Suisse namens „Global Wealth Report“. 6,4 Prozent waren es allein im letzten Jahr.

280 Billionen US-Dollar – eine kaum vorstellbare Zahl – besitzen Menschen auf der Welt. Wir nehmen die 280 Billionen Dollar und teilen sie auf die 7,5 Milliarden Menschen auf. Jeder bekommt also rund 37.000 Dollar. Doch der Wohlstand verteilt sich nicht in gleicher Höhe auf die gesamte Weltbevölkerung. Laut der Studie habe sich die weltweite Vermögensungleichheit sogar noch verstärkt.

Die reichsten 1 Prozent der Welt haben so viel Vermögen wie die unteren 50 Prozent. Mit den unteren 50 Prozent sind 3,8 Milliarden Menschen gemeint. Das heißt, weniger als 0,5 Prozent der Weltbevölkerung kontrollieren 46 Prozent des globalen Gesamtvermögens. Am anderen Ende des Spektrums haben die 3,5 Milliarden ärmsten Menschen der Welt jeweils ein Vermögen von weniger als 10.000 Dollar. Während also jeden Monat sehr viele Menschen ihre ganz private Finanzkrise überstehen, lassen einige Superreiche irgendwo auf dieser Welt die Champagnerkorken knallen.

Die größten Verlierer, so heißt es in dem Bericht, sind dabei die „Millenials“. Als „Millenials“ oder auch „Generation Y“ werden diejenigen bezeichnet, die im Zeitraum von etwa 1980 bis 2000 geboren wurden. Sie sollten nicht erwarten, dass sie so reich werden wie ihre Eltern, da sie eine Reihe von Rückschlägen einschließlich hohe Arbeitslosigkeit, Niedrigzinsumfeld, erhöhte Einkommensungleichheit und verringerte Pensionen einstecken mussten.

Wie die Infografik zeigt, ist von Gleichheit auch in Deutschland nicht die Rede. Laut Oxfam besitzt hierzulande das oberste Prozent fast ein Drittel des Gesamtvermögens. Demnach verfügen 36 Milliardäre über so viel Vermögen (297 Milliarden Dollar) wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung.

Vermögensaufbau

Das Vermögen wächst nicht vom Sparen auf dem Sparbuch oder dem Girokonto, sondern vor allem durch Immobilien und Aktien. Deutsche Unternehmen fahren Rekordgewinne ein. Ihre Anteilseigner sitzen aber meist im Ausland. Nur wenige Deutsche nutzen die Chance, sich am Gewinn der heimischen Firmen zu beteiligen.

Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts (DAI) besitzen rund neun Millionen Deutsche Aktien oder halten Anteile an Aktienfonds. Das entspricht 14 Prozent der deutschen Bevölkerung im Alter von über 14 Jahren. Anders ausgedrückt: Sechs von sieben Deutschen parken ihr Vermögen weiterhin auf Sparbüchern, obwohl es kaum mehr Zinsen auf ihre Ersparnisse gibt.

Geposted von
Karin Paprotta
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