Hund, Katze, Maus – ein Milliardenmarkt

Ihre Haustiere liegen vielen Menschen sehr am Herzen. Davon profitiert der milliardenschwere Haustiermarkt. Der  Umsatz mit Heimtierbedarf wächst seit Jahren kontinuierlich in vielen Ländern Europas.  Deutschland liegt nach Großbritannien auf Platz zwei im Ländervergleich.

Im Zeitraum von 2008-2017 sind die Ausgaben hierzulande um rund 45 Prozent angestiegen. Das größte Wachstum ist in Russland zu beobachten. Hier stiegen die Ausgaben im selben Zeitraum sogar um 128 Prozent.

Zoofachgeschäft oder Onlinehandel

In diesem Milliardenmarkt spielt der Onlinehandel auch eine immer größer werdenden Rolle. In den letzten 5 Jahren hat der Onlinehandel mit Heimtierbedarf um 45 Prozent zugelegt.

Große Händler wie Fressnapf oder Zooplus verkaufen immer mehr Produkte über ihre Online-Shops. Neben den etablierten Geschäften ist die Branche des Heimtierbedarfs aber auch für kleinere, junge Unternehmen interessant. Vor allem die digitale Welt eröffnet gute Chancen – denn wer die Artikel online verkauft, der kann seine Lager klein halten.

 

Hund, Katze, Maus

Nicht der Hund ist hierzulande des Menschen bester Freund, sondern die Katze. So die Ergebnisse einer Umfrage. Rund ein Viertel der Befragten besitzen eine oder mehrere Katzen als Haustiere.

In jedem fünften Haushalt gibt es einen Hund. Dann folgen Fische und andere Tiere wie etwa Hamster oder Kaninchen. Vögel landen auf Rang Fünf, mit einigem Abstand folgen Reptilien. Etwas mehr als ein Drittel der Befragten gab an, kein Haustier zu besitzen.

Lieblingshunde

Einige Hunderassen sind Klassiker und halten sich in der Beliebtheit bei den Deutschen seit Jahren. Andere, wie die Französische Bulldogge oder der Chihuahua, unterliegen eher modischen Schwankungen und sind aktuell sehr beliebt.

Am Ende kommt es auf die Rasse aber nicht an. Am allerliebsten haben die Deutschen bei ihren vierbeingien Freunden nämlich den Mischling.

Von den liebevoll als Promenadenmischung bezeichneten Hunden wurden im vergangenen Jahr ganze 87.000 neu beim Haustierregister Tasso angemeldet – mehr als vier Mal so viele wie vom beliebten Labrador Retriever, wie die Grafik von Statista zeigt.

 

Tierhaltung und Steuern

Warum müssen Hundebesitzer eine Steuer für ihre Vierbeiner zahlen, Katzenbesitzer aber nicht? Immerhin gibt es in Deutschland fast 13 Millionen Katzen. Dagegen kommen die Hunde nur auf knapp 8 Millionen, wie die Grafik zeigt.

Zahlen müssen trotzdem nur Hundehalter. In Hamburg zahlt man beispielsweise 90 Euro, in Berlin sind es 120 und in Köln sogar 156 Euro pro Jahr und Hund.

Katzenhalter zahlen keine Abgabe an den Staat für ihre felligen Freunde. Obwohl viele von ihnen ja ebenso draußen unterwegs sind und draußen Mäuse, Ratten und Vögel jagen. Vor allem beim Artenschutz der Vögel schrillen bei Naturschützern die Alarmglocken.

Braucht Deutschland eine Katzensteuer? Ist das überhaupt praktikabel?