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Handelsstreit

by | Mar 8, 2018

Der US-Präsident hat große handelspolitische Kompetenzen. Jetzt droht er wieder mit Strafzöllen, diesmal auf Stahl und Aluminium. Wird er sie einsetzen, um seiner Wählerschaft etwas zu bieten? Die EU hat Gegenmaßnahmen angekündigt. Führt das zu einem Handelskrieg oder bleibt es bei Drohungen?

Multinationale Konzerne haben wenig Interesse an neuen Handelsbarrieren. Doch gibt es genügend US-Firmen, die vorwiegend für den Inlandsmarkt produzieren und Schutz vor ausländischer Konkurrenz verlangen. Unternehmer finden bei Präsident Trump und seinem Handelsminister Wilbur Ross Gehör.

Die EU will die US-Provokationen in puncto Strafzöllen mit einer eigenen Vergeltungsliste kontern. Rund 200 Posten ist die Liste lang, die die EU-Kommissare diskutieren und sie reicht von Orangensaft, Bourbon Whiskey über Lippenstifte, T-Shirts oder Jeans bis hin zu Motorrädern amerikanischer Produktion.

Wenn nun jedes Land wiederum mit weiteren Strafzöllen antwortet, dann setzt sich eine verheerende Spirale in Gang und es führt zu einem Handelskrieg. Ein Handelskrieg würde bei einer viel größeren Menge an Produkten und Dienstleistungen zu steigenden Preisen führen, während gleichzeitig die weltweite Nachfrage gedämpft wird. Das bewegt die Wirtschaft nicht nur in Richtung Inflation. Die Kombination aus „stagnierender Wirtschaft“ und „Inflation“ also steigenden Preisen wirkt sich auch auf den Aktienmarkt aus.

Auch wenn Donald Trump twittert Handelskriege sind “gut und leicht zu gewinnen” wird er einsehen müssen, dass es bei einem Handelskrieg keine Gewinner sondern nur Verlierer gibt.