My Finance Coach Blog | 23.06.2017

Glückliches Norwegen

Zum fünften Mal hat eine Gruppe internationaler Experten den World Happiness Report vorgelegt. Der Weltglücksbericht untersucht, wie glücklich die Länder der Erde sind. Norwegen hat sich in diesem Jahr den Spitzenplatz gesichert. Deutschland stagniert, liegt im World Happiness Report 2017 unter anderem hinter den USA. Warum nordische Länder so gut abschneiden und die wichtigsten Platzierungen im Überblick.

Für den Bericht haben internationale Forscher 155 Länder untersucht. Schaut man sich die Top-Five an, fällt auf, dass es sich bis auf die Schweiz allesamt um Länder aus dem Norden handelt. Norwegen landet auf Platz 1, löst damit das zuvor dreimalig erstplatzierte Dänemark ab. Im vergangenen Jahr hatten die Norweger noch auf dem vierten Rang gelegen. Dänemark und Island finden sich auf den Rängen 2 und 3 wieder. Finnland ist hinter der Schweiz auf Platz 5 und auch Schweden schafft es mit Rang 10 noch in die Top Ten. Deutschland stagniert.

Zwar hatte sich Deutschland von 2015 auf 2016 um zehn Ränge verbessern könnten, doch in diesem Jahr heißt es wie schon im Vorjahr: Platz 16 – hinter Ländern wie den USA (14), Costa Rica (12) oder Israel (11). Ganz hinten liegt die Zentralafrikanische Republik. Mit Ausnahmen unter anderem von Syrien, Afghanistan, Haiti, der Ukraine und dem Jemen liegen auch die meisten anderen Länder der 30 hintersten Ränge in Afrika.

Woran liegt es, dass die nordischen Länder beim Weltglücksbericht immer wieder auf den vordersten Rängen landen?

Man könnte wohl sagen: Was die Norweger so glücklich macht, ist, dass die meisten keine großen Sorgen haben. „Wir sind ein reiches Land. Wir haben viele Ressourcen und zusätzlich ein hohes Einkommen“, sagt der Soziologe Anders Barstad vom norwegischen Statistikamt. „In Norwegen und den nordischen Ländern gibt es dazu sehr geringe Einkommensunterschiede. Wir haben wenig Armut und Arbeitslosigkeit.“

Zum ersten Mal wurde der World Happiness Report in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen 2012 veröffentlicht. Heute stehen vor allem Professor Jeffrey Sachs von der New Yorker Columbia University und eine Gruppe internationaler Experten dahinter. Der Bericht verbindet unter anderem Länderdaten mit Befragungen über die Selbstwahrnehmung ihrer Bewohner. Er berücksichtigt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, die durchschnittliche Lebenserwartung, die gefühlte Unterstützung aus dem eigenen sozialen Umfeld oder Vertrauen in Regierung und Unternehmen mit Blick auf Korruption.

Es geht auch um die von den Befragten empfundene Freiheit, grundlegende Entscheidungen für das eigene Leben treffen zu können sowie die Großzügigkeit der Befragten bei Spenden. Negative Faktoren wie Sorgen, Trauer und Wut spielen auch eine Rolle.

 

Geposted von
Karin Paprotta
Nicht so meinsNützlich & HilfreichMega!
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