My Finance Coach Blog | 20.06.2017

Eis, Eis, Baby!

Bei kaum etwas zeigt sich die gefühlte Preissteigerung so deutlich wie beim Eis. Bekam man früher noch eine Kugel für 40 Pfennige, so zahlt man heute oft einen Euro oder mehr. Die Internetseite Sparwelt hat bei 45 Eisdielen in 15 deutschen Städten die Durchschnittspreise für das Jahr 2017 verglichen und herausgefunden, wo die leckere Erfrischung das Portemonnaie besonders belastet oder schont.

Mit durchschnittlich 97 Cent ist die Kugel Eis in Bremen, der kleinen Hansestadt an der Weser, besonders günstig. Zwischen 90 Cent und einem Euro müssen Kunden dort für ein Bällchen Vanille, Schoko und Co. bezahlen. Im bundesdeutschen Vergleich ist das ein wahres Schnäppchen.

Es folgen Dresden und Düsseldorf mit einem durchschnittlichen Preis von einem Euro sowie Freiburg und Lübeck mit 1,03 Euro. Ebenfalls noch moderat sind die Preise in Kiel (1,07 Euro), Leipzig (1,10 Euro) und Hannover (1,15 Euro).

Während die Preise deutschlandweit also deutlich schwanken, bewegen sie sich in acht von 15 Städten in einem preislichen Rahmen von nur 20 Cent Unterschied. „Der Preis einer Kugel Eis setzt sich aus vielen Faktoren zusammen.

Neben den Lebensmittelkosten fließen auch die Ausgaben für Miete, Personal, Versicherungen und zu einem großen Teil auch Stromkosten für die Kühlung in die Kalkulation ein“, erklärt Annalisa Carnio von der Union der italienischen Speiseeishersteller UNITEIS. „Eine Kugel Eis kostet in der Regel mindestens 1,00 Euro, wobei in kleinen Städten die Kosten geringer ausfallen, weil dort Miete und Personal auch günstiger sind als in den Topstädten.“

In den Großstädten wird der Sommer teuer

Dass das Leben in Großstädten teurer ist, wird einem Zugezogenen spätestens bei der Wohnungssuche schmerzlich bewusst. Doch auch die Eis-Preise in den Großstädten sind gesalzen. Mit einem Durchschnittspreis von 1,53 Euro pro Kugel wird die sommerliche Erfrischung in München für Eis-Liebhaber schon zum Luxusgut. Damit ist die bayrische Landeshauptstadt die teuerste unter den Großstädten, gefolgt von Stuttgart (1,47 Euro), Frankfurt (1,43 Euro) sowie Hamburg, Köln und Nürnberg (alle 1,27 Euro). Berlin hingegen bricht dabei mit einem Durchschnittspreis von 1,20 Euro schon fast aus diesem Großstadt-Trend aus.

Altbewährtes, aber auch neue Kreationen liegen im Trend

In der Waffel landen weiterhin meistens Klassiker wie Vanille, Schokolade und Erdbeere. Doch inzwischen hat sich auch eine neue Frucht unter die Top-Sorten gekämpft: die Mango. Daneben finden sich in vielen Eisdielen immer wieder wilde Kombinationen und Geschmacksrichtungen, die so manchen Gaumen vor eine Herausforderung stellen. An Schwarzbier, Spargel oder Vanille-Fetakäse dürfen sich vor allem die experimentierfreudigen Kunden versuchen. So hat ein Drittel der Eisdielen täglich mehr als 24 Sorten im Angebot. Darunter finden sich bei 89 Prozent der Eisdielen auch vegane Sorten, vor allem Sorbets.

Sicher ist jedoch vor allem: Die Deutschen sind experimentierfreudig und schrecken auch vor neuen, ungewöhnlichen Sorten nicht zurück. Die Klassiker schlagen sie dennoch nicht.

Geposted von
Karin Paprotta
Nicht so meinsNützlich & HilfreichMega!
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