Digital gebildet

by | Aug 9, 2018

Besonders junge Menschen schätzen hierzulande ihren digitalen Bildungsstand als hoch ein. Damit sind die Kompetenzen gemeint, die für den Umgang mit digitalen Medien erforderlich sind.  Also die sichere und kritische Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien für Arbeit, Freizeit, Lernen und Kommunikation.

Im Europavergleich schneidet Deutschland überdurchschnittlich ab, gehört aber nicht zur Spitzengruppe.

Online im Unterricht eher Ausnahme als Regel

Nach der aktuellen Ausgabe der JIM-Studie, hat es das Internet bislang nur begrenzt in die Schulen geschafft.  Demnach gehen 57 Prozent der befragten Schüler einmal in 14 Tagen oder seltener im Unterricht online. Dabei werden  Präsentations- (z.B. PowerPoint) und andere Computerprogramme von der Mehrheit der Schüler im Unterricht genutzt.

Betrachtet man hingegen den Einsatz digitaler Medien in der Schule, so sind bislang nur das Whiteboard (31 %) und der Computer (22 %) nennenswert im Schulalltag angekommen. Smartphones, Laptops oder Tablet-PCs spielen noch immer keine große Rolle.

Online zuhause

Im Vergleich dazu wird das Netz zuhause rege genutzt.  13 Prozent gehen für schulische Zwecke täglich online, weitere 33 Prozent mehrmals pro Woche. In der Freizeit sind  Videos das digitale Lernmittel Nummer eins. Weniger beliebt sind dagegen digitale Lernspiele oder spezielle Lern-Apps.

Schüler lernen täglich 97 Minuten in den eigenen vier Wänden für die Schule, davon sind sie 44 Minuten online. Die digitale Hausaufgabenzeit steigt mit zunehmendem Alter der Jugendlichen von einer guten halben Stunde bei den Zwölf- bis 13-Jährigen auf eine gute Stunde bei den volljährigen Schülern an.

Fit im Umgang mit Standartsoftware?

Die JIM-Studie 2017 hat auch die Kompetenzen der Jugendlichen im Umgang mit Standardsoftware im Blick. Sie wurden gebeten, sich selbst zu benoten, wie sie ihre Fähigkeiten in Bezug auf die Basisprogramme Word, Excel und PowerPoint (oder Programme anderer Softwareanbieter mit vergleichbarer Funktionalität) einschätzen.

Besonders fit sehen sich Jugendliche bei Textverarbeitungsprogrammen wie Word, hier gibt sich jeder Fünfte die Note 1, jeder Zweite bewertet sich mit einer 2. Ähnlich positiv ist die Bewertung bei PowerPoint: Im Umgang mit Präsentationsprogrammen geben sich fast zwei Drittel der Jugendlichen eine 1 oder 2. Deutlich schlechter schätzen Jugendliche ihre Fähigkeiten bei Kalkulationsprogrammen wie Excel ein, hier geben sich nur sieben Prozent die Note 1 und ein Fünftel die Note 2.