My Finance Coach Blog | 28.06.2017

Der Bic-Mac-Index

Der Index ist eine Kreation des Wirtschaftsmagazins „The Economist“. Eine Art Währungsmaßstab, der auf dem bekannten Burger einer Fastfoodkette basiert. Der Index misst die Kaufkraft verschiedener Währungen durch den Vergleich der jeweiligen Preise für den Big Mac. Eine stark vereinfachte Methode, aber sehr verständlich.

Der Big Mac ist in über 140 Ländern erhältlich ist. Außerdem besteht er seit über 40 Jahren aufgrund strenger Auflagen durch Franchiseverträge international fast überall standardmäßig aus den gleichen Zutaten: Sesambrötchen, Rinderhackfleisch, Schmelzkäse, Salat, Gewürzgurken, Zwiebeln und Sauce.

Deshalb wurde der Fast Food-Verkaufsschlager herangezogen, weil man so mit einem Vergleich die Kaufkraft verschiedener Währungen verdeutlichen kann.

Als Beispiel: der Preis eines Big Macs in den Vereinigten Staaten beträgt 3,57$, verglichen mit 3,64€ in Deutschland. Daher ist zu erwarten, dass die Wechselkursrate 0,98 beträgt (3,57/3,64 = 0,98). Liegt der Wechselkurs von Dollar in Euro nun höher, würde der Big Mac Index anzeigen, dass der Euro überbewertet ist – und umgekehrt.

Der Index ist natürlich nicht wirklich genau. Zum einen wird der Preis eines Big Macs vom Hersteller bestimmt. Außerdem unterscheiden sich neben Zutaten, auch die Größe des Burgers von Land zu Land. Und auch wenn die Zutaten stimmen sollten: Der Service ist allerdings nicht eins zu eins vergleichbar – ein chinesischer Angestellter in der Burgerkette verdient um einiges weniger als die Bedienung in der Schweiz.

Um die Untersuchung noch etwas weiter zu führen, hat die Vergleichsplattform wageindicator.de für eine aktuelle Studie nicht nur die Preise für den Burger verglichen, sondern auch noch den Mindestlohn der Länder mit einbezogen. Das so entstandene Ranking zeigt, was sich arbeitende Menschen weltweit eigentlich leisten können. Zum einen fließt die Kaufkraft der Währung mit ein, aber auch die Höhe des Mindestlohns und damit die Arbeitsbedingungen der Menschen.

Inder müssen demnach fast einen ganze Tag (etwa sieben Stunden) arbeiten, um sich den Burger kaufen zu können. In Russland sind es drei Stunden. Am wenigsten schuften müssen die Neuseeländer: Ein Big Mac kostet hier nur 20 Minuten Arbeitskraft, in Deutschland sind es 21 Minuten, wie die Grafik zeigt.

Über Geld spricht man nicht – falsch.
Wenn Jugendliche einen bewussten, vernünftigen Umgang mit Euro und Cent lernen sollen, ist Offenheit gefragt. Je nach Alter darf der Nachwuchs ruhig wissen, wie es um die Familienfinanzen bestellt ist. Wie viel die Eltern für ihr Geld arbeiten müssen, was die Familie sich leisten kann und dass auch die Eltern auf eine größere Anschaffung oder den Familienurlaub sparen, dass es sich lohnt, mit einem festen Budget zu planen und Preise zu vergleichen.

Setzen Sie als Lehrkraft genau hier an und behandeln beispielsweise das Modul Kaufen in Ihrem Unterricht! Was ist der Unterschied zwischen Brauchen und Haben-wollen? Brauchen wir wirklich das neue Smartphone oder wollen wir es nur haben? Wie ist Werbung aufgebaut und wie unterscheidet sich diese von Schülerinnen und Schülern als Zielgruppe von der, die Erwachsene ansprechen soll? Woran erkennt man das? Auch schön – wenn wir gerade mal dabei sind – würde sich dann Planen und Sparen anbieten.

Sollten Sie zwar Interesse an den Modulen, aber weniger an Unterrichtsvorbereitungen haben, laden Sie doch zu einem Klassenbesuch ein und Experten aus der Wirtschaft führen durch die jeweilige Unterrichtseinheit.  Oder wir laden Sie gern zu einer Lehrerfortbildung zu diesen und anderen Themen ein – selbstverständlich kosten– und werbefrei. Treten Sie mit uns in Kontakt!

Geposted von
Karin Paprotta
Nicht so meinsNützlich & HilfreichMega!
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