My Finance Coach Blog | 11.05.2017

Bitcoin im Höhenflug

In den letzten Tagen sind Bitcoins deutlich im Wert gestiegen. Aber seit gestern gehen sie steil durch die Decke. Hat die pure Erwähnung der Bitcoins durch eine so prominente Adresse wie die Bundesbank viele Investoren oder Zocker (je nach Sichtweise) überhaupt erst auf diese alternative Art des Geldanlegens aufmerksam gemacht? Aber Achtung: Was schnell steigt, kann auch wieder schnell fallen!

Was sind Bitcoins überhaupt?

Bitcoins sind ein digitales Zahlungsmittel, das es seit 2009 gibt. Hergestellt wird die virtuelle Währung in großen Computernetzwerken, die unter hohem Zeit- und Rechenaufwand die Bitcoins produzieren. Die Erfinder wollten damit ein Geldsystem ermöglichen, das unabhängig von staatlicher Kontrolle und Banken funktioniert. Mehr dazu im Video:

Der Erfolg des Bitcoin führte zur Einführung einer ganzen Reihe alternativer virtueller Währungen, wie z.B. Ethereum, Ripple oder Litecoin. Ein Vergleich mit alternativen digitalen Währungen bezüglich der Marktkapitalisierung zeigt jedoch, dass keine der anderen digitalen Geldeinheiten den Wert des Bitcoin erreicht: Mit über 19,46 Milliarden US-Dollar liegt Bitcoin deutlich an der Spitze.

Pro Tag werden auf der ganzen Welt 350.000 Transaktionen mit dem digitalen Tauschmittel getätigt. Das sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der „Welt am Sonntag“. Zum Vergleich: Allein in Deutschland würden täglich 77 Millionen Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen getätigt.

Der Bundesbank-Vorstand warnt: Sparer sollten sich vor Bitcoins in Acht nehmen. „Aus unserer Sicht ist der Bitcoin kein geeignetes Medium, um Werte aufzubewahren. Das zeigt ein einfacher Blick auf die sehr schwankungsanfällige Kursentwicklung.“ Der Bitcoin sei „ein Spekulationsobjekt, dessen Wert sich rapide verändere. Jeder Bürger, der sein Erspartes in Bitcoins anlegt, sollte sich die Kursentwicklung anschauen. „Wer dann noch meint, der Bitcoin wäre so sicher wie der Euro oder der Dollar, muss dafür die Verantwortung tragen“, sagte der Währungshüter. Für mich heißt das sinngemäß: „Wenn Sie dort ihr Geld verjubeln, sind Sie selbst schuld – wir haben zumindest auf das Risiko hingewiesen.“

Die meisten Bitcoins werden in China gehandelt

Am weltweit wichtigsten Finanzplatz New York gibt es mittlerweile strikte Regeln für den Handel mit virtuellen Währungen. Vor allem die Bitcoins haben sich über die USA hinaus zu beliebten Spekulationsobjekten mit starken Kursschwankungen entwickelt, außerdem zu einer Art Alternativwährung in Ländern mit Kapitalverkehrskontrollen. So ballt sich ein Großteil des Handels in China. Und auch in Japan kann seit dem 1. April mit Bitcoin gezahlt werden.

In Deutschland soll zumindest die Digitalwährung Bitcoin laut Bundesbank nicht eingeschränkt oder verboten werden. Die Bekanntheit liegt in der Bevölkerung bei rund 36 Prozent. Lediglich 16 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass in digitalen Währungen wie Bitcoin die Zukunft des Bezahlens liegt.

Geposted von
Karin Paprotta
Nicht so meinsNützlich & HilfreichMega!
1 mal bewertet
Loading...

Beliebteste Beiträge

Panama Papers: Vokabelupdate
Erfahren Sie mehr.
CURE RUNNERS – Lauf um dein Leben!
Erfahren Sie mehr.
Wir feiern 1.000.000!
Erfahren Sie mehr.
What’s up with WhatsApp?
Erfahren Sie mehr.