My Finance Coach Blog | 26.07.2017

Beliebteste Schülerberufe?

In der Befragung des Marktforschungsunternehmens Trendence stehen alljährlich Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland bezüglich ihrer Präferenzen und Prioritäten beim Berufseinstieg und ihres Wunscharbeitgebers Rede und Antwort.

Dieses Mal haben rund 20.000 abschlussnahe Schüler an der anonymen Befragungen von Februar bis Juli 2017 teilgenommen.  Im Fokus standen sowohl die beruflichen Ziele, Wünsche und Hoffnungen als auch die Erwartungen und Anforderungen an Ausbildungsbetriebe und Hochschulen.

30 Prozent der Schülerinnen und Schüler wissen noch nicht, was sie nach ihrem Schulabschluss machen wollen. Das sind zehn Prozent mehr als noch im Jahr 2016. Vier von fünf Schülern unterhalten sich viel mit ihren Eltern über ihre berufliche Zukunft. 44 Prozent verlangen noch mehr Hilfe bei der Berufsorientierung von ihren Schulen, obwohl zwei Drittel der Schulen bereits viele Veranstaltungen zum Thema anbieten.

Auch die Idole der Schüler könnten eine große Rolle bei der Berufsorientierung spielen. Zwei Drittel aller Schüler haben Idole aus Musik, Internet und Co. 82 Prozent davon würden sich über Arbeitgeber informieren, die ihnen ihr Idol vorstellt.

Wo Schüler am liebsten arbeiten möchten

Ein Viertel der deutschen Schüler möchte nach der Schule im Öffentlichen Dienst arbeiten. Damit ist der öffentliche Dienst erstmals die beliebteste Branche der Schüler für den Berufseinstieg und überholt die Autoindustrie. Das vollständige Ranking der 100 Top-Arbeitgeber der Schüler ist hier abrufbar.

Die Bewegungen im Branchenranking wirken sich auch auf das Ranking der beliebtesten Arbeitgeber aus: Mit Polizei und Bundeswehr sind gleich zwei Arbeitgeber des Öffentlichen Dienstes unter den Top 3 der Wunsch-Arbeitgeber der Schüler.  Knapp 14 Prozent der Jungen und 17 Prozent der Mädchen nannten die Polizei als einen von maximal drei Arbeitgebern, bei denen sie sich „am ehesten bewerben“ würden. Damit verteidigte die Polizei mit 15,5 Prozent der Nennungen im siebten Jahr in Folge ihren Spitzenplatz. Die Bundeswehr kletterte im Vergleich zum Vorjahr von Platz vier auf Platz drei. Sie legte vor allem bei den Mädchen kräftig zu.

Komplettiert werden die Top 3 durch adidas auf Rang 2. Die Mehrheit der Automobiler muss große Einbußen in der Gunst der Bewerber hinnehmen. Auch der Handel verliert an Attraktivität für Schüler.

Die Umfrage offenbart auch einen Trend zum Sabbatjahr. Nur knapp 44 Prozent aller künftigen Studenten wollen nach dem Abitur an den Hochschulen durchstarten. 56 Prozent planen zunächst ein Jahr Pause, die große Mehrheit von ihnen im Ausland. Damit machen die Schüler den Planern des Turbo-Abiturs einen Strich durch die Rechnung. Das gewonnene Jahr durch die Umstellung auf G8 nutzen viele um Lebenserfahrungen zu sammeln, sagte Trendence-Chef Koch.

 

Geposted von
Karin Paprotta
Nicht so meinsNützlich & HilfreichMega!
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