My Finance Coach Blog | 01.11.2017

Aufschwung ohne Ende

Die Wirtschaft der Eurozone ist im Sommer überraschend kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Juli bis September um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat in ihrer Schnellschätzung mitteilte.

Auch im zweiten Quartal gab es nach überarbeiteten Angaben ein Plus von 0,7 (bisher: 0,6) Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die Eurozone im zurückliegenden Quartal um 2,5 Prozent. Seit Mitte 2013 befindet sich die Eurozone mehr oder weniger stark auf Wachstumskurs.

Was versteht man unter Bruttoinlandsprodukt?

Was heißt das für die Geldpolitik der EZB?

Der robuste Aufschwung setzt die Europäische Zentralbank zunehmend unter Druck, die Geldschleusen langsam zu schließen. Vergangene Woche beschlossen die Notenbanker, ab Januar ihre monatlichen Wertpapierkäufe zu halbieren. Statt 60 Milliarden Euro pro Monat will die EZB nur noch die Hälfte, also 30 Milliarden Euro für die Anleihekäufe ausgeben. Und das bis mindestens Ende September 2018. Und was heißt das jetzt für dich? Da der Leitzins nicht angehoben wurde, bleiben die Zinsen weiter auf niedrigstem Niveau. Und das heißt, dein Geld auf dem Sparkonto vermehrt sich nach wie vor kaum und die Inflation frißt den winzigen Zuwachs auf.

Trotz der Katalonien-Krise legte das spanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Sommerquartal um 0,8 Prozent zu. Damit zählt Spanien zu den aktuellen Wachstumstreibern. Doch zuletzt hatte die Regierung in Madrid wegen der anhaltende Katalonien-Krise ihre Wachstumserwartung für das kommende Jahr nach unten korrigiert. Auf die Region entfällt etwa ein Fünftel der Wirtschaftsleistung in Spanien. Österreich wuchs genauso schnell wie Spanien. Frankreich schaffte ein Plus von 0,5 Prozent. Für Deutschland erwarten Ökonomen ebenfalls ein Wachstum von etwa 0,5 Prozent. Eine erste Schätzung gibt das Statistische Bundesamt am 13. November bekannt.

Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand seit Januar 2009

Mit der Konjunkturerholung sinkt die Arbeitslosigkeit in der Währungsunion. Im September hatten 14,51 Millionen Frauen und Männer keinen Job – 96.000 weniger als im Vormonat und 1,46 Millionen weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote fiel auf 8,9 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Januar 2009.

Die Unterschiede bleiben aber nach wie vor groß. Deutschland hat nach diesen Berechnungen mit 3,6 Prozent die niedrigste Quote, während die Sorgenkinder Griechenland mit 21,0 Prozent (im Juli) und Spanien mit 16,7 Prozent am höchsten sind.

 

 

Geposted von
Karin Paprotta
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